Neben Privathaushalten, findet man Heizpilze auch sehr oft vor Restaurants und Kneipen. Heizpilze ermöglichen es den Gästen, sich bei angenehmer Temperatur draußen aufzuhalten. Besonders Raucher schätzen Heizpilze sehr. Trotz dieses herausragenden Vorteils spricht aber auch manches gegen den Heizpilz. Gasbetriebene Heizpilze sind alles andere als umweltfreundlich. Bei regelmäßigem Gebrauch stößt der Heizpilz  3,6 Kilogramm Kohlendioxid pro Stunde aus. Wenn der Heizpilz um die 35 Stunden in der Woche läuft, verbraucht er im Jahr bis zu vier Tonnen Kohlendioxid. Das kommt dem Verbrauch eines Neuwagens mit 20.000 Kilometer gleich oder eines Niedrigenergie-Hauses.  Aus diesem Grund gibt es in mehreren großen Städten auch ein Heizpilz-Verbot. Öffentlichen Einrichtungen und Gastronomiebetrieben ist es untersagt, einen gasbetriebenen Heizpilz zu benutzen. In folgenden Städten ist der Heizpilz für Gastronomien und öffentliche Einrichtungen verboten:

  • Berlin
  • Stuttgart
  • Ludwigsburg
  • Köln
  • München
  • Tübingen
  • Nürnberg
  • Münster

In Münster und anderen Städten wurde ebenfalls ein Verbot diskutiert. Trotz des Heizpilz-Verbots stellen viele Restaurantbesitzer einen Heizpilz auf und riskieren damit, Bußgeld bezahlen zu müssen und eine Mahnung zu bekommen. Die Besucheranzahl, die aufgrund wärmender Heizpilze angezogen wird, gleicht sehr oft das Strafgeld wieder aus. Den Heizstrahler bestellen und ungenutzt lassen, bedeutet sehr oft große Einnahmebußen zu machen. Da überlegt man sich natürlich zwei Mal, ob man den Heizpilz wirklich auslässt oder nicht lieber eine Strafe riskiert. Die Kommunen können ohne Einmischung aus der Bundesebene über ein Verbot diskutieren. Die Entscheidungsgewalt obliegt voll und ganz den Kommunen und dies wird sich wahrscheinlich auch nicht so schnell ändern. Oftmals klagen auch Gastronomien gegen das Verbot, kommen allerdings wegen der geringen Erfolgsaussicht nicht sehr weit.

Gibt es ein Verbot für Privatpersonen?

Für Privatpersonen gibt es kein Verbot zur Benutzung von Heizpilzen. Gerade Privatpersonen, die gerne auch noch bis zum späten Abend im Garten Zeit verbringen, haben mit einem Heizpilz eine gute Wahl getroffen. Umweltschützer appellieren an Privatpersonen auf auf Heizpilze zu verzichten und stattdessen auf Decken und warme Klamotten zurückzugreifen.

Welchen Ersatz gibt es für einen Heizpilz?

Wenn Sie die Umwelt schonen möchten, aber dennoch abends länger im Garten sein wollen, dann können Sie auch auf Decken zurück-greifen und/oder sich sich ebenfalls wärmer anziehen. Falls Sie keine Kosten scheuen, können Sie auch den Bau eines Wintergartens in Erwägung ziehen. Ein Elektro-Heizpilz ist verglichen mit einem gasbetriebenen Heizpilz umweltfreundlicher und außerdem günstiger im Verbrauch. Allerdings sind gasbetriebene Heizpilze meistens leistungsstärker und werden deshalb bevorzugt. Die Energie für die elektrischen Heizpilze wird in einem Kraftwerk hergestellt. Deswegen sind Elektro-Heizpilze ebenfalls nicht 100% umweltfreundlich, wenn auch um einiges besser als gasbetriebene Heizpilze.

Fazit

Das Heizpilz-Verbot hat durchaus seine Begründung, wenn man bedenkt, dass in großen Städten wie Berlin gleich mehrere Heizpilze pro Restaurant betrieben werden. Fest steht außerdem, dass Privatpersonen keinerlei Einschränkungen haben und somit Heizpilze so oft und lange benutzen dürfen, wie sie wollen. Falls Sie aber der Umwelt zuliebe ganz auf einen Heizstrahler verzichten wollen, dann können Sie auch auf Decken zurück-greifen.